Zwei mal Arbeit
Darum, wie sich Belohnung kontraproduktiv auf unsere Arbeit auswirkt, geht es im Artikel “Geld macht faul” in der Süddeutschen:
Wer für seine Arbeit bezahlt wird, der folgert unwillkürlich, dass er nicht um der Sache selbst willen arbeitet, sondern nur fürs Geld – und das sei eine fatale Umdeutung. Ein profaner äußerer Anreiz schiebe sich dann über das ursprünglich hehre innere Handlungsmotiv.
Was schließen wir daraus: Arbeit vom Lohn abkoppeln und Grundsicherung. Gepredigt seit hundert einigen Jahren.
Ebenfalls mit dem Thema Arbeit befasst sich die September-Ausgabe des Magazins brand eins:
Was wir heute unter Arbeit verstehen, ist ein relativ kurzlebiges Konstrukt aus der Industriegesellschaft. Vollerwerbsarbeit, soziale Sicherung, die Einteilung des Tages in Arbeits- und Ruhezeiten nach festen Regeln, Ausbildung, Beruf und Rente – all das und noch viel mehr war bis zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert die Ausnahme, nicht die Regel. Die längste Zeit über haben Menschen nicht die heute übliche Trennung von Arbeit und Nichtarbeit, von Beruf und Freizeit, von Erwerbstätigkeit und anderen Beschäftigungen gepflegt. Arbeit orientierte sich an der Umwelt, am Wetter, an den Jahreszeiten sowie an den Bedürfnissen.
[Aus dem Artikel "an die Arbeit" von Wolf Lotter auf brandeins.de]
Das Magazin brand eins gibt es für 7,60 u.a. hier.
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