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Kategorie: Quergedacht


Gegen die Wand

5. November 2009 - 15:51 Uhr

Wenn man sich die Entwicklung der Gesellschaft betrachtet muss man kein Prophet sein um zu wissen, dass unser Weg in der Sackgasse endet. Und da wir – auch “Dank” der neuen Regierung – immer mehr an Fahrt aufnehmen, werden wir mit Karacho gegen die Betonwand knallen. Dummerweise können sich nur die wenigsten einen Airback leisten.

Den Finanzjongleuren steht nach wie vor die Gier in den Augen und es wird wieder gezockt wie vor dem Crash; die Politmarionetten kriechen den Lobbyisten in der Arsch, halten am Mythos Vollbeschäftigung ebenso fest wie an der Kernenergie; religiöse Eiferer predigen Hass und ihre Worte fallen immer häufiger auf fruchtbaren Boden; die Arbeitsbedingungen werden von Woche zu Woche unmenschlicher; die sogenannte Mittelschicht, die es zumindest in Deutschland noch gibt, wird bald verschwunden sein; die Massenverblödung durch immer dümmere TV-Formate schreitet munter voran, und der Informationsgehalt durch unkritische und von einander abschreibende Presse sinkt stetig – obwohl manch einer dies kaum noch für möglich hält.

Und das Volk, das kritische? Die Massen gehen schon längst nicht mehr auf die Straße – zuletzt geschah dies in Deutschland 2003 vor dem Irak-Krieg. Deutschland war noch nie ein Protestland – sieht man einmal von der friedlichen Revolution der DDR-Bürger vor 20 Jahren ab. Und je weniger die Bürger offen ihren Unmut kundtun, um so dreister werden die von Lobbyisten dirigierten Politnasen.

Aber es brodelt bereits, und eines Tages wird die Stimmung umschlagen! Da werden nicht mehr, wie zur Zeit in Berlin, “nur” ein paar Autos brennen, sondern auch die Insassen. Da werden sich die Ordnungshüter nicht nur, wie bereits jetzt in manche Bezirke, sondern in ganze Landstriche gar nicht mehr hinein trauen. Da werden Ausschreitungen, wie man sie aus den Randgebieten von Paris kennt, auch hier zur Tagesordnung gehören.  Eines Tages wird auch noch der letzte Rest an Moral aufgegeben, da wird der Nachbar oder der Rentner oder das Schulkind eben wegen 2 Euro, einem Handy oder einfach aus Spaß oder Langeweile totgeschlagen.

Dann wird das Gebrüll groß. ‘Wie konnte unsere Gesellschaft nur so versagen’ wird es heißen, und man wird im Bemühen, Lösungen zu finden, wieder weit über das Ziel hinausschießen – vor allem bei den Konservativen kommt der Ruf nach Gesetzesverschärfungen ja reflexartig – und nach kurzer Zeit soll alles so weitergehen wie gehabt. Aber genau das wird nicht mehr gelingen!

Die nächste Generation wird sich so an Korruption, Gewalt, Konsumgeilheit gewöhnt haben, dass es für sie die einzigen erreichbaren Ziele und gültigen Werte sind. Sie werden – zu Recht – sagen “Ihr seid doch nicht besser, ihr macht uns ja alles vor”. Und sie werden sich nicht mehr mit ratlosen Gesichtern, Beschwichtigungen und leeren Versprechen abspeisen lassen.

Der Crash gegen die Mauer wird kommen, es ist nur eine Frage der Zeit. Und dann, leider erst dann, werden wir eine neue Chance haben, einige Werte in Frage zu stellen und neue, humanere Wege einzuschlagen. Ich hoffe nur, dass diese Chance dann endlich genutzt wird…

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Ein Nachruf

27. September 2009 - 18:20 Uhr

Die Wahl ist Geschichte – und damit ebenso die Wahlversprechen. Gelöscht aus den Köpfen der Politnasen, und bald auch aus dem Gedächtnis der Wählerschaft verschwunden. Schließlich müssen wir uns jetzt auf eine neue Zeitrechnung einstellen:

Mit dem Sieg der CDU wird der Rechtsstaat peu à peu zu Grabe getragen: Der Geheimdienst wird Onlinedurchsuchungen und Lauschangriffe durchführen, ohne kontrolliert zu werden. Der Bürger wird gläsern (und dies im Sinne der Sicherheit schlucken), über kurz oder lang werden zu den Verbindungsdaten auch die Inhalte abgespeichert. Und eines vielleicht gar nicht all zu fernen Tages wird man für die Nutzung des Internets eine Zugangsberechtigung brauchen – die natürlich sofort zurückgerufen wird, wenn man systemkritische Seiten besucht.

Es werden neue, “noch sicherere” Atomkraftwerke gebaut, und bei eventuell doch auftretenden Störfällen wird es keinerlei Gefahr für die Bevölkerung geben. Es wird privatisiert bis der Arzt kommt – den sich im Übrigen nur noch Besserverdiener leisten können. Deutschland wird wachsen – vielleicht sogar über den Hindukusch und Afghanistan hinaus.

Dank der gelben Spasspartei unter ihrem vorsitzenden Hofnarren wird der Arbeitszwang kultiviert, Wachstum ohne Rücksicht auf Verluste – schon gar nicht, wenn diese im “toten Humankapital” zu suchen sind. Der Niedriglohnsektor wird weiterhin ausgebaut, Mindestlohn wieder abgeschafft. Noch mehr Armut und vor allem Repressalien gegen Erwerbslose, Geringverdiener gucken erst recht in die Röhre.

Ja, wir haben ein neues Zeitalter eingeläutet. Rechtsstaat und Sozialstaat sind seit dem heutigen Tage Geschichte. Lebe wohl, alte BRD! Ich habe dich häufig kritisiert, aber wahrscheinlich werde ich mich bald nach dir zurücksehnen…

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Es war doch nicht alles schlecht

24. September 2009 - 13:16 Uhr

Angeblich sehnen sich 10 % der Ostdeutschen zurück nach der DDR. Ich schrieb einst, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sie wirklich die DDR meinen, sondern sich – gerade in diesen wirtschaftlich unsicheren Zeiten – nach der – zumindest gefühlten – Sicherheit zurücksehnen. Vielleicht irre ich mich aber auch. Vielleicht war dieses System für die meisten Menschen das richtige: Es gab sie ja, die gewisse Sicherheit, ein Leben im – bescheidenen – Komfort, keine Existenzängste. Man musste “lediglich funktionieren” und durfte keine unbequemen Fragen stellen – jedenfalls nicht nach außen.

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Das Grauen der Neuzeit: Die Linke

4. September 2009 - 18:02 Uhr

Was sind schon Pest, Armut oder islamistischer Terror gegen die wirkliche Bedrohung unserer zivilisierten Welt – nämlich der Linkspartei? Die Linken – das ist die Ausgeburt der Hölle, das sind die, die DDR wieder errichten wollen, das sind die… auf jeden Fall sind das die, mit denen man nicht koaliert. Sagt zumindest die SPD. Immer und immer wieder. Nach der – drücken wir es mal vorsichtig aus – Ungeschicklichkeit von Frau Y. in Hessen beginnt der gleiche Murks jetzt in Thüringen. Matschie schließt eine Juniorkoalition mit den Linken aus – was gleichbedeutend ist mit einem Klaren “mit denen nicht”. Denn warum sollte eine Linke in einer rot-roten Koalition bei diesen Ergebnissen die SPD den Ministerpräsidenten stellen lassen? Ein “Wahlkampfziel” der ehemals sozialdemokratischen Partei, nämlich den Abgang von Althaus, hat man geschafft – wobei sich die Frage stellt, warum der Mann erst nach dem katastrophalen Wahlergebnis zurücktrat und nicht nach seinem folgenschweren Unfall zu Jahresbeginn. Nun, nach dieser Personalentscheidung, dient sich die SPD der Union als Koalitionspartner an. Warum in aller Welt??? Inhaltlich stimmt zwischen SPD und CDU so gut wie nix – im Gegensatz zum Programm der Linken, das in vielen Punkten mit denen der SPD übereinstimmt. Aber die Linken sind ja schließlich Schmuddelkinder, mit denen man nicht spielt – erst recht nicht auf Bundesebene. Dass CDU und die Spaßpartei des Hofnarren Guido mit der Linken nicht will ist ja nicht verwunderlich, und dass diese beiden Parteien keine Gelegenheit auslassen, vor diesen bösen Linken zu warnen, ist aus ihrer Sicht auch klar. Was aber fährt seit Jahren in die SPD? Haben sie Angst um ihre Wählerschaft? Sicherlich, und zwar mit Recht, sieht man sich ihre Arbeit, die letzten Ergebnisse und aktuelle Umfragen an. Aber worum geht es denn den Politnasen? Angeblich ging es früher in der Politik mal um Inhalte, davon ist seit geraumer Zeit aber nichts mehr zu spüren.

Dass es mit einer großen Koalition auf Bundesebene nicht weitergehen kann ist klar, eine noch größere Gefahr stellt – zumindest für den Großteil der Bürger – eine schwarz-gelbe Regierung dar. Unter einer rot-rot-grünen Regierung würde sicher nicht alles besser – so fehlt von der SPD nach wie vor ein klares Eingeständnis, dass die “Hartz-Reformen” die größte soziale Katastrophe der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte war. Und auch die Grünen sind längst keine “Alternativpartei” mehr, mittlerweile haben sie sich zu einer neoliberalen Partei mit ökologischem Anstrich entwickelt, noch dazu nato-oliv statt naturgrün eingefärbt.

Zugegeben – auch in der Berliner rot-roten Koalition läuft einiges schief. Dennoch – inhaltlich wären sich die Ex-Genossen und die Linke in vielen Punkten nahe, aber wie sollte das auf Bundesebene funktionieren, wenn schon in Hessen und Thüringen die Sozen so rumzicken? Aber das war ja schon immer das Problem der eher linksorientierten Parteien: Während sich die Kapitalisten einig sind – und sei es nur durch starke Führungspersonen an ihrer Spitze – streiten sich die sozialistischen und ehemals sozialistischen Parteien schlimmer wie Kindergartenkinder in der Buddelkiste. Inhalte? Auf die ist geschissen. Schade, so werden ein ums andere mal Chancen auf eine Neuausrichtung vertan, und am Ende wundern sich zwar alle über die geringe Wahlbeteiligung, freuen sich aber trotzdem über ihr gutes Abschneiden, egal wie viel Prozente sie verloren haben. Ach ja, Politik…

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Geld fuer die Lebenden

23. August 2009 - 17:25 Uhr

Dass sich die bereits jetzt existente und beunruhigende Schere zwischen arm und reich weiter öffnet, dafür wird die kommende Regierung, vor allem der – nicht nur mir unverständlich – beliebte Wirtschaftsbaron, schon sorgen. Geld und Macht waren schon zu Urzeiten eine “Inzuchtsangelegenheit” – und sind es noch heute. Sobald die Sprache auf höhere Besteuerung der Besserverdienenden, vor allem des Erbes, kommt wird reflexartig – gerne unter Verwendung des Buhwortes “Enteignung” – vor den “bösen Linken” und generell dem drohenden Ende der Zivilisation gewarnt. Aber meiner Meinung nach wäre eine Umverteilung zum Allgemeinwohl nicht nur ein wichtiger, sondern auch der “einzig  moralisch wahre” Weg. Ein paar lesenswerte Gedanken dazu finden sich auf Feynsinn. Schön wenn man hin und wieder mitbekommt, mit seinen Gedankengängen doch nicht ganz allein da zu stehen. ;)

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Krebsgeschwür Wirtschaft

20. August 2009 - 10:35 Uhr

Ein sehr schöner Artikel von Eckart von Hirschhausen in der Süddeutschen, gefunden bei der Anfängerin:

Unbegrenztes Wachstum ist eine kranke Ideologie. Im Körper hat das einen Namen, wenn etwas unbegrenzt wächst: Krebs! Die Logik der Finanzkrise erinnert an den Witz: “Warum strickst du so schnell?” Anwort: “Ich muss fertig werden, bevor die Wolle alle ist.”

Paul Watzlawick empfahl: “If something does not work – do something different.” Stattdessen erleben wir gerade wieder ein “mehr desselben”. Wie wenig die Wirtschaftswissenschaften erklären kann, ist in den letzten zwölf Monaten doch jedem klar geworden.

Wie meinte unsere facegeliftete Kanzlerin so schön? Nach der Krise werden wir da weitermachen, wo wir vor der Krise aufgehört haben. Ich zweifle nicht daran…

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Der Aberglaube des 21. Jahrhunderts

22. Juli 2009 - 11:12 Uhr

…heißt Erwerbsarbeit. Die Priester dieser Zeit sind Politiker und Arbeitgeberverbände, die Bibel ist die Arbeitslosenstatistik, die Folterinstrumente sind die Ergebnisse der Hartz-Kommission, ALG II und SGB II. Die Ketzer und Hexen hingegen sind die kritischen und “faulen” Arbeitslosen, die zwar heute nicht mehr verbrannt, dafür mit Kürzungen und Streichungen der Arbeitslosenhilfe bestraft werden.

Des Teuchtlurms neues Webprojekt Menschenwürde statt Zwangsarbeit ist online. Es beschäftigt sich mit den Themen Arbeit, Arbeitsglaube, Zwangsarbeit (also “Hartz IV”), den Lügen und den Profiteuren um und von der Arbeitslosigkeit, Alternativen, der – bislang ungenügenden – Grundsicherung und dem bedingungslosen Grundeinkommen.

Wie immer: Feedback und Anregungen sind willkommen, Mitarbeit erst recht. ;)

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Kopf klar

7. Juli 2009 - 14:03 Uhr

Alle in den letzten Tagen markierten Feedbeiträge, dich ich zur Recherche für eigene Blogeinträge verfolgen wollte, gelöscht. Alle  Postings und Artikel in diversen Foren, Blogs, Webseiten ebenso. Die Anzahl der verfolgten Feeds radikal verkleinert. Die Welt um mich herum ist irre, okay, das steht fest. Aber man muss sich ja nicht unbedingt anstecken lassen, oder?

Ich setzte mich jetzt auf den Balkon und lese ein gutes Buch.

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Alte Genossen oder neue Helden

20. Juni 2009 - 19:23 Uhr

Seit einigen Tagen geistert ein “neuer Held” durch die “Zensursula-Gemeinde”. Die Rede ist von Jörg Tauss, bis heute Mitglied der SPD, und das erste mal vor drei Monaten durch seine – sagen wir mal eher unglückliche – Recherche im Kinderpornomilieu in den Schlagzeilen stehend. In der letzten Zeit äußerte er gerne seine Verärgerung über die Genossen, die dem Zensurgesetz zustimmten. tauss-bei-demoDer Beifall der Zensursulacommunity häufte sich, zuletzt bei der Mahnwache am Brandenburger Tor, wo er seinen Einsatz für eine namentliche Abstimmung herausstrich, aber auch als er die Piratenpartei hofierte. Heute verkündete er dann vor der Demo in Berlin, begleitet von viel Applaus, seinen Parteiaustritt aus der SPD. Nun habe ich so meine Probleme mit “neuen Helden” – es beschleicht mich ein Gefühl von Anbiederung, zumal wenn man sich ansieht, wie der Herr Tauss bislang doch recht treu der Genossenmeinung folgte (löblich erwähnen muss man allerdings seine Ablehung zum BKA-Gesetz). Ob er aber nach dem Ermittlungsverfahren überhaupt noch eine Chance in seiner alten Partei gehabt hätte darf bezweifelt werden. Bisher ist es ihm noch nicht gelungen, seine “Recherche im Kinderpornomilieu” glaubhaft darzustellen, der gute Ruf ist schwer angekratzt. Was läge also näher, als sich jetzt, gerade bei diesem medienträchtigen Thema, neuen Freunden (und Wählern) zuzuwenden? “Ich bin und ich bleibe Sozialdemokrat – und werde deshalb ein Pirat” ließ er verlauten. Vielleicht steckt wirkliche Überzeugung und kein Kalkül hinter diesem Schritt und ich tue ihm mit meinen Vorbehalten Unrecht. Aber zum einen zeigt dies nur, welche Meinung ich (man?) mittlerweile von unseren Volksvertretern habe, und zum anderen ist dies einfach meiner Abneigung den “neuen Helden” gegenüber geschuldet. Lassen wir uns mal – gerne positiv – überraschen, was der Herr Tauss so in seinem zukünftigen politischen Tätigkeitsfeld von sich gibt und wie er handelt. Aber in den Begeisterungstaumel mag ich nicht einstimmen…

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Demokratiezwang?

9. Juni 2009 - 10:08 Uhr

Nach der bescheidenen Wahlbeteiligung zur Europawahl überlegen unsere Möchtegernregierer, wie man den deutschen Urnenpöbel zukünftig noch besser zur Abstimmung treiben motivieren kann. Voting über Internet (über das böse Internet? *hüstel*) oder eine EU-weite Direktwahl sind im Gespräch, und ein Bundestagsabgeordneter unserer neuen Lieblings-Looser-Partei denkt, wen sollte es überraschen, an die Wahlpflicht:

Der SPD-Bundestagsabgeordneten Jörn Thießen will die Menschen sogar zum Wählen verpflichten. “Wir Politiker müssen im Parlament abstimmen, das kann man auch von den Wählern bei einer Wahl verlangen. Wer nicht zu einer Wahl geht, sollte 50 Euro Strafe zahlen. Demokratie ohne Demokraten funktioniert nicht”, sagte Thießen ebenfalls der “Bild”-Zeitung. [Quelle]

Lieber Herr Thießen, liebe andere Volksvertreter, ein kleiner Tipp: Hört doch einfach auf, das Wahlvolk von morgens bis abends, von vorne bis hinten zu verarschen! Schluss mit Alibiaktionen, hört auf, Lobbyisten und Konzernen in den Arsch zu kriechen, macht endlich eure Arbeit!

Im Übrigen könnte eine Strafe bei Nichtwahl gerade für die SPD zu einem Bumerang werden:  Das “Prekariat” wird, da es sich die Strafe nicht leisten kann, zur Wahl schreiten. Und diese finanzschwachen Bürger werden sich (hoffentlich) überlegen, wem sie ihre Situation zu verdanken haben. Und dann wird ihnen die Agenda 2010 des ehemaligen Heißluftkanzlers einfallen. “Hartz IV” wird grell vor ihrem inneren Auge leuchten, und dann werden sie in der Wahlkabine ihre Kreuzchen machen. Und jetzt, lieber Herr Thießen, überlegen Sie sich mal, wen diese Leute garantiert nicht wählen werden…

Da aber Vernunft nicht gerade zur Primäreigenschaft unserer Politnasen zu gehören scheint kann ich mir schon bildlich den Ablauf bei der nächsten Wahl vorstellen:

Linke Reihe anstellen, jeder nur ein Kreuz… ;)

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Traut euch doch

27. Mai 2009 - 12:34 Uhr

Angeblich hat Wirtschaftsminister auf und zu Guttenberg die Angebote der drei potentiellen Opel-Investoren als “wirtschaftlich nicht belastbar” bezeichnet und eine völlige Zerschlagung des kriselnden Autobauers Opel ins Gespräch gebracht. Das berichtet, so der Spiegel,  die “Bild”-Zeitung unter Berufung auf einen internen Vermerk des Ministers.

“Aus volkswirtschaftlicher Sicht führt die Liquidation zu einem Abbau der Überkapazitäten und zu einer entsprechenden Marktbereinigung.” Allerdings, so der Minister weiter, sei eine Liquidation “politisch nicht zu vermitteln”. Alternativ könne eine geordnete Insolvenz angestrebt werden.

Angeblich seien diese Aussagen von von von Guttenberg allerdings nie so gefallen, sie stammten vielmehr aus einer Stellungnahme einer externen Beratungsfirma der Bundesregierung. [Quelle]

Nun fragt sich der Teuchtlurm…

  • ab wann hat die Politik mitzureden? Bei den geplanten Übernahmen wohl eher kaum, Opel gehört meines Wissens (noch) nicht dem Staat.
  • warum wäre – angenommen, die Übernahme scheitert und Opel ist auf Staatshilfen angewiesen – eine “Liquidation” politisch nicht zu vermitteln? Ganz einfach: Die Regierungsdarsteller wollen am Mythos “Vollbeschäftigung” festhalten, und zwar um jeden Preis. Völlig egal, ob es wirtschaftlich rentabel, ja überhaupt weiterhin realistisch ist.

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